Aktuelles von Sylvia Voigt - Autorin

Liebe Fans von Jessica Burmeister –

es läuft. Und zwar überall. Wenn auch leider in die falsche Richtung.

Ich fange mal bei mir bzw. bei meinem Verlag an: Der neue Band (Teil 8 – „Rügener Maskerade“) hängt noch immer in der Warteschleife. Man kann ihn beim globalen Giganten vorbestellen. Aber die regionalen Buchhandlungen bekommen noch nicht einmal die Ankündigung ab, geschweige denn ein paar Bücher. Nach wie vor gibt es im Barsortiment keinen Hinweis auf die Neuerscheinung. Unter Barsortiment versteht man den sog. Zwischenbuchhandel. Unternehmen fungieren als Vermittler zwischen dem Verlag und dem Einzelhandel.

Und nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich „raus“ bin. Jetzt ist der Verlag gefragt, den ich in den letzten Tagen permanent kontaktiert habe, um dieses Trauerspiel zu beenden. Ich selber kann da leider gar nichts tun. Ich könnte mit dem Kopf gegen die Wand rennen, aber das ist nicht wirklich zielführend.

Die Gründe für das erneute lange Warten sind mir unerklärlich und nicht bekannt. Ich hoffe nur, dass die an die Warterei gewohnte liebe Fangemeinde auch weiterhin zu Burmeister hält.

Und sonst so? Ich vertreibe mir die nervtötende Warterei mit einem Rundumblick auf das zu Ende gehende Jahr. Entscheiden Sie, was Satire sein könnte …

Beginnen wir mit einem optimistischen Ausblick auf 2024. Der „Münchner Merkur“ veröffentlichte die Bußgeldsätze bei Verstößen gegen das Gebäudeenergiegesetz, das am 1.1.2024 in Kraft tritt. Beeindruckend ist nicht nur die Höhe der Bußgelder, sondern vor allem die Menge der Verringerung der CO2-Emissionen! In einem Zeitraum von sechs Jahren verringern wir Deutschen die Emissionen, die China an einem einzigen Tag ausstößt! Das ist genial! Solche Gesetze finden meine totalitäre Unterstützung! Denn nur so können wir den durch Deutschland verursachten Klimawandel einigermaßen eingrenzen. Ob uns die in den letzten Wochen brodelnden und speienden Vulkane da in die Quere kommen, müssen Experten einschätzen. Jedenfalls lag im Erzgebirge in den letzten drei Wochen eine dichte Schneedecke. Aufgrund des heißesten Schnees seit 125.000 Jahren litten viele Schneemänner:Innen an spontaner Selbstentzündung.

Gott sei Dank ist nun alles wegen der Klimaerwärmung wieder getaut, und wir können uns auf die gutgemeinten Warnrufe von Herrn Lauterbach konzentrieren. Just in dem Moment, in dem unser Karl zu Auffrischungsimpfungen rät, sendete MDR in der „Umschau“ am 12.12.2023 einen Beitrag über ein Privatlabor aus Magdeburg, das Verunreinigungen im Corona-„Impfstoff“ gefunden hat. Wir sprechen von Fremd-DNA, die in die Zelle des Menschen eindringt. Dieser hochinteressante und brisante Bericht lief tatsächlich im Staatsfernsehen und ist derzeit noch in der Mediathek zu finden! Hut ab! Er zeigt auch, dass die Redaktion bei allen Behörden, Ministerien und anderen Laboren auf taube Ohren stieß. Kein einziges Labor, das um Mitarbeit und ggf. Bestätigung der Ergebnisse aus Magdeburg gebeten wurde, reagierte oder sagte ab. Tja – warum denn nur?

Ein bisschen verzweifelt bin ich, dass es Menschen gibt, die die erneuten KLW (Karl-Lauterbach-Warnungen) nicht ernst nehmen und sich nach wie vor standhaft weigern, an dem Genexperiment teilzunehmen. Zum Glück hatte 2020 der größte Teil der Bevölkerung Vernunft und rationales Denken ausgeblendet und sich bedingungslos im vollsten Vertrauen der lebensrettenden und völlig nebenwirkungsfreien Impfung unterworfen. Und ich kenne einige Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung, die heute noch ohne Tests nicht mehr leben können und wollen. Die rammeln sich den Stab in die Nase und bohren so lange herum, bis endlich zwei rote Stäbchen angezeigt werden. Das nenne ich doch mal eine reife Leistung. Hut ab vor so viel komatösen Tiefschlaf.

Ungläubige hingegen sahen und sehen in Corona letzten Endes die Bankrotterklärung an Mitgefühl und Menschlichkeit und fordern unbelehrbar eine Aufarbeitung! Unglaublich! Es gab sogar am 11.11./12.11.2023 auf Einladung der AfD-Bundestagsfraktion im Berliner Reichstag ein CORONA-Symposium, bei dem namhafte und fachlich hochqualifizierte Wissenschaftler und Experten auftraten und zahllose Ungereimtheiten und Folgeschäden, insbesondere der Impfkampagne, zur Sprache brachten. Ach, das wussten Sie nicht? Ist nicht schlimm. Auch ARD und ZDF wussten nichts von diesem Symposium. Ich meine, sonst wären doch die Gebührenzahler informiert worden.

Nun ja. (Noch) schlimmer wiegt vielleicht die Tatsache, dass die Kirche ihren Glauben an Gott verlor und sich bedingungslos in den Dienst des Hygieneregimes stellte. Man betrieb u.a. Seelsorge hinter der FFP2-Maske. Höhepunkt des zusammengebrochenen Glaubens war dann die Anwendung der 2G-Regel in den Gotteshäusern. Wenn ich mich nicht irre, dann wurde uns überliefert, dass Jesus die Kranken in die Arme nahm. Da hat sich wohl im Laufe der Jahrhunderte ein bissel was geändert.

Zum Glück gab es auch echte Höhepunkte, wie z.B. der Paukenschlag des Hauptzollamtes Karlsruhe, das am 09.11.2023 der internationalen Trinkhalm-Mafia einen Strich durch die Rechnung machte! In der Welt der Plastik-Einwegbestecke und Schlürfhalme konnte die Nachhaltigkeit mithilfe der Zollbeamte einen Erfolg verbuchen. Sie stellten eine stattliche Anzahl verbotener Plastiktrinkhalme sicher. Wahnsinn!

Wollen wir hoffen, dass es weiterhin so gut läuft! Auch gendermäßig sind wir auf einem guten Weg. Ich las in diesen Tagen einen Brief der TU Dresden, der an meine Arbeitsstelle adressiert war und zitiere einen Auszug aus dem ersten Satz:

„die bzw. der Studierende, welche:r Ihnen dieses Schreiben übergeben, beabsichtigen, im Rahmen …“

Merken Sie es? Da stimmt gar nichts mehr. Das Gendern verträgt sich nicht mit der Grammatik unserer Muttersprache. Daher erlaubte ich mir folgenden Hinweis an den Verfasser:

Richtig muss es heißen: „die Studierenden, welche Ihnen dieses Schreiben übergeben, beabsichtigen, …“ = die Mehrzahl ist also gemeint

oder wir sprechen von Einzelpersonen: „die bzw. der Studierende, welche / welcher Ihnen dieses Schreiben übergibt, beabsichtigt, …“

Ich warte noch immer auf ein Dankeschön. Tja…

Und da wir beim Gendern gerade sind: Ich halte das Wort Sackgasse für nicht mehr zeitgemäß und bin geneigt, dies der entsprechenden Behörde anzuzeigen. Es liegt der Verdacht nahe, dass nur Männer dieses Verkehrsschild beachten, und Männer*Innen (Frauen) den Sack ignorieren. So kann es nicht weitergehen.

Spaß beiseite. Zu guter Letzt habe ich folgenden Artikel gefunden:

„Die staatlich verordnete Vereinzelung während der Pandemie hat Schlimmes in der Gesellschaft angerichtet. Die gegenwärtigen Krisen machen es noch schlimmer. Viele Leute müssen es sich zweimal überlegen, ob sie sich den Restaurantbesuch noch leisten oder gar jemanden einladen können. Die permanenten Hiobsbotschaften aus den Nachrichten drücken aufs Gemüt, viele verkriechen sich und lassen Mütter, Großväter, Nachbarn allein. Die Menschen werden immer älter, zugleich verlieren Bindungen ihre Kraft. Aus Dörfern und Kleinstädten wandern die Jungen ab, in Großstädten herrscht Anonymität. Teenager haben durch die monatelangen Lockdowns ihre Freunde und den Anschluss verloren. Abgenabelte Schüler hocken nur noch vor dem Computer, dem Handy oder stumm in ihrem Zimmer.

Die Folgen sind dramatisch – für die Einzelnen, aber auch für alle. Wo das soziale Netz reißt, verliert eine Gesellschaft ihren Halt. So kommt es, dass Niedergeschlagenheit und Isolation zu Massenphänomenen werden. Dass Jugendliche überhaupt keine Freunde mehr haben. Oder dass ein alter Mensch wochenlang tot in seiner Wohnung liegt, ohne dass es jemandem auffällt.

Die Bundesregierung nimmt das Problem ernst. So ernst, dass sie eine Strategie gegen Einsamkeit erarbeitet hat. Auf Initiative von Familienministerin Lisa Paus will das Kabinett sie heute beschließen. Mehr Forschung, Modellprojekte und Therapieangebote sollen gegen das grassierende Alleinsein helfen. Ein "Einsamkeitsbarometer" soll die Verbreitung von Einsamkeit in der Bevölkerung regelmäßig untersuchen. Vereine, Verbände, Stiftungen und Religionsgemeinschaften sowie Unternehmen werden eingebunden. Ziel ist eine breite zivilgesellschaftliche Aktion gegen das Alleinsein.“

Verfasser und Quelle:
Chefredakteur Florian Harms, erschienen am 13.12.2023 bei t-online.de

Die ersten beiden Abschnitte sind tatsächlich sehr zutreffen. Aber dass dieses Problem ernst genommen wird und nun ein „Einsamkeitsbarometer“ die zunehmende Vereinsamung untersuchen soll, ist für mich bitterböse Realsatire.

Ansonsten bleibt mir nur, Ihnen für Ihre Treue zu danken und Ihnen ein geruhsames und schönes Weihnachtsfest zu wünschen. Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen viel Glück und Freude. Bleiben Sie gutgläubig oder standhaft und selbstbestimmend.

Ich denke, am Ende ist es völlig egal, ob wir in unserer „Heilen-Welt-Blase“ schweben oder in den letzten Jahren aufgewacht sind und wissen, dass wir nur noch verarscht werden. Denn wir sitzen alle im selben Boot. Und das hat ein riesengroßes Loch. Für mich ist die logische Konsequenz: Es wird untergehen. Die Frage ist, wer kann den Kopf hoch genug halten? Und wer säuft ab?

Herzliche Grüße Ihre Sylvia Voigt
Freiberg, 13.12.2023